• Wärmepumpen eignen sich auch für Bestandsgebäude

Wärmepumpen eignen sich auch für Bestandsgebäude

Thorsten Fischer stellt die Pluspunkte für Umwelt und Geldbeutel heraus.

Wärmepumpen können im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen auch in Bestandsgebäude eingebaut werden. Diese Tatsache hat sich nach Ansicht von Thorsten Fischer, Geschäftsführer von Fischers Haustechnik, allerdings bisher noch zu wenig herum gesprochen.

Dabei liegen die Pluspunkte seines Erachtens auf der Hand: Die Umwelt werde geschont und ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Der Wert des Gebäudes steige. Und finanziell sei dieses Unterfangen ebenfalls empfehlenswert – dank effizienter Technik, günstigeren Stromtarifen und staatlichen Zuschüssen.

Wärmepumpen sind auch im Sommer leistungsstark

Die Frage, welche Wärmepumpe sich für welches Haus eignet, lässt sich nach den Erfahrungen von Thorsten Fischer nicht einfach beantworten. Sie setze hohes Fachwissen voraus, betont der Fachmann. Unter anderem müssten Gesichtspunkte wie Grundstück, Gebäudedämmung und eine vorhandene Heizung beachtet werden.
Die neueste Generation von Wärmepumpen läuft auch mit einer Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius effizient. Deshalb eignet sie sich auch für nicht optimal gedämmte Altbaugebäude.

Grundsätzlich gilt laut Thorsten Fischer: „Je größer die Heizfläche dimensioniert wird, desto geringer kann die Vorlauftemperatur ausfallen, mit der die benötigte Wärmemenge in den Raum übertragen wird.“ Im Einzelfall kann es ratsam sein, einzelne Heizkörper auszutauschen, damit ein höherer Wirkungsgrad erzielt wird.
Angesichts der auch in Deutschland heißer werdenden Sommer unterstreicht Fischer, dass Wärmepumpen bei Gebäuden mit Flächenheizung nicht nur im Winter heizen, sondern auch im Sommer sparsam und angenehm kühlen – und das, ohne permanent Zugluft zu erzeugen.

Investitionszuschüsse vom Staat

Wer mit einer Wärmepumpe heizt, kann nach Angaben von Thorsten Fischer durch den Wechsel des Stromtarifs mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Mehr als 800 Energieversorger bieten speziellen Stromtarife für Wärmepumpen an. Zum Betreiben wird ein Doppeltarifzähler benötigt.

Der Staat lässt sich ebenfalls nicht lumpen. Wer seine alte Heizung gegen eine Wärmepumpe eintauscht, erhält Investitionszuschüsse vom Staat. In der Basisförderung gibt es für eine effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe beispielsweise 1.300 bis 1.500 Euro, für erdgekoppelte Anlagen 4.000 Euro oder sogar 4.500 Euro für Erdsonden. In bestimmten Fällen können weitere Bonusförderungen beantragt werden, beispielsweise bei der Kombination mit Solaranlagen. Besonders effiziente Wärmepumpen mit mindestens 51 Prozent Flächenheizungen bekommen als Innovationsförderung zur Basisförderung noch einmal die Hälfte dazu. Wichtig ist: Die Fördergelder müssen immer vor dem Einbau beantragt werden.

Mehr Informationen finden Sie unter Wärmepumpen.

Bildquelle: Bundesverband Wärmepumpen

2019-01-04T13:38:25+02:00 8. Januar 2019|