• Nächste Frist für Ofentausch endet 2020

Nächste Frist für Ofentausch endet 2020

Öfen bis Baujahr 1994, die vor 1995 in Betrieb genommen wurden, müssen ausgetauscht oder nachgerüstet werden.

Bis zum 31. Dezember 2020 müssen Öfen bis Baujahr 1994, die vor 1995 in Betrieb genommen wurden, ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Darauf weist Thorsten Fischer, Geschäftsführer von Fischers Haustechnik, hin.

Gesetzgeber handelte zur Entlastung der Umwelt

Hintergrund: So genannte Einzelraumfeuerstätten mit moderner Verbrennungstechnik arbeiten effizienter und mit höheren Wirkungsgraden. Und sie verursachen bis zu 80 Prozent weniger Emissionen als Geräte aus den achtziger oder neunziger Jahren. Deshalb handelte der Gesetzgeber: Zur Entlastung der Umwelt schreibt er vor, dass alte Holzfeuerstätten, die nicht mehr den aktuellen Grenzwerten und Wirkungsgraden entsprechen, in mehrstufigen Fristen ausgetauscht, nachgerüstet oder stillgelegt werden. Nach Expertenschätzungen sind insgesamt rund fünf Millionen Feuerstätten in Deutschland betroffen.
Moderne Holzfeuerstätten nach den neuesten Umweltstandards haben eine wachsende Bedeutung für die Energiewende. Sie sparen fossile Energieträger, sind CO2-neutral und nutzen saubere Technik, die vom Fachmann auf den individuellen Wärmebedarf abgestimmt ist.
In der ersten Stufe wurden seit 2015 bereits 1,5 Millionen alte Feuerstätten, ausgetauscht, die 40 Jahre oder mehr auf dem Buckel hatten. Die zweite Stufe endete am 31. Dezember 2017 und betraf Geräte, die vor dem 1. Januar 1985 in Betrieb genommen wurden. Die dritte Stufe endet nun Ende 2020.

Nicht immer muss der gesamte Ofen ersetzt werden

„Allerdings bestehen zahlreiche Ausnahmeregelungen“, informiert Fischer. Diese Ausnahmen sind im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchV) aufgeführt. Vor Ende der nächsten Frist sollten sich Besitzer älterer Öfen fachmännisch beraten lassen, rät der Geschäftsführer von Fischers Haustechnik.

„Nicht immer muss der gesamte Ofen ersetzt werden“, macht Fischer klar. Bei Kachelöfen kommen beispielsweise auch Austausch-Heizeinsätze in Frage. Sie werden in passenden Größen, Heizleistungen und verschiedenen technischen Ausführungen angeboten, etwa mit Pellets oder Erdgas als Brennstoff.

Besitzer einer neueren, emissionsarmen Feuerstätte müssen sich übrigens gar keine Gedanken machen. Wurde diese nach dem 1. Januar 2015 eingebaut, erfüllt sie die verschärften Anforderungen der 2. Stufe der ersten Verordnung zur Durchführung des BImSchV. Dann ist sogar an Tagen mit Feinstaubalarm der Betrieb des Gerätes erlaubt.

In eine Neuberechnung des Umweltbundesamtes (UBA) flossen die positiven Effekte sauberer Neuanlagen und stillgelegter Altanlagen mit ein. Demnach sanken von 2010 bis 2015 die Feinstaubemissionen aus Holzfeuerstätten um ein Drittel. Danach setzte sich der Rückgang kontinuierlich fort. Haushalte mit Kleinfeuerungen haben laut UBA nur einen geringen Anteil im Feinstaubsegment.

2019-01-04T15:57:37+01:00 4. Dezember 2019|