• Fehler beim Lüften kosten bares Geld

Fehler beim Lüften kosten bares Geld

Bestimmtes Verhalten und moderne Technik können das vermeiden.

Obwohl es an kühlen, regnerischen, ungemütlichen Tagen durchaus schwer fallen kann – auch  im Herbst und Winter sollten Mieter oder Eigentümer das regelmäßige Lüften nicht vergessen. Gelüftet wird am besten kurz und kräftig, anstatt das Fenster ständig in Kippstellung zu lassen. Denn bei der klassischen Fensterlüftung gehen mehr als 50 Prozent der Wärmeenergie aus dem Raum verloren. Diese Anregungen und Hinweise gibt Thorsten Fischer, Geschäftsführer von Fischers Haustechnik.

Schnelle Schimmelbildung in den Räumen droht

Er stellt klar: „Andernfalls kann die Luftfeuchtigkeit durch Schwitzen, Kochen, Duschen und Wäschetrocknen schnell nach oben klettern. Wenn die feuchte Luft nicht herausgelassen wird, ist eine schnelle Schimmelbildung in den Räumen möglich.“ Außerdem könne sich durch Atmung und Ausdünstungen von Möbeln, Reinigungsmitteln und Zigaretten im Haus eine hohe Konzentration von Kohlendioxid und Schadstoffen ergeben, so der Fachmann. Die Folge sind unter Umständen Kopfschmerzen und Müdigkeit oder Allergien und Augenreizungen.
Thorsten Fischer: „Allerdings sollte man die Fenster auch nicht zu lange öffnen. Dann drohen nämlich ein Auskühlen der Wohnung oder Wetterschäden.“

Moderne Technik hilft beim Lüften. Als hilfreich in Sachen „Lüftung“ können sich zum Beispiel Fensterlüfter mit Wärmerückgewinnung erweisen. Sie sorgen kontinuierlich für frische Luft auch bei geschlossenem Fenster und gewinnen mehr als 80 Prozent der Wärme aus der abziehenden Raumluft zurück. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten wird das Haus auf diese Weise zuverlässig belüftet. Zugleich werden Wärmeverlust und Zugluft vermieden.

Fensterlüfter lassen sich auch noch nachträglich einbauen

Das Eigengeräusch ist dabei gering. Deshalb eignen sich Fensterlüfter sogar für Schlafräume. Ebenfalls erfreulich: Der Einbau ist durch einen Handwerker in einer knappen Dreiviertelstunde erledigt. Und: Er kann bei neueren Fenstern auch noch nachträglich ausgeführt werden.

In der Praxis ebenfalls bewährt sind elektrisch betriebene Dachfenster- und Sonnenschutz-Produkte, die sich per App oder Sprachsteuerung über das Smartphone bedienen lassen. Bestandteil dieses Systems sind Sensoren. Diese überwachen die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt im Raum, damit die Dachfenster sich automatisch öffnen oder schließen. Dabei bezieht das System externe Wetterdaten ein: Bei niedrigen Außentemperaturen bleibt das Fenster nur so lange offen wie gerade nötig, um Wärmeverluste und eine unangenehme Innentemperatur zu vermeiden. Wenn ein Herbststurm heranzieht, schließen sich die Dachfenster rechtzeitig von selbst.

Über diese und andere technischen Möglichkeiten, die das Lüften auch bei Abwesenheit erleichtern und vor allem energiesparsam konzipiert sind, informieren Thorsten Fischer und sein Team gerne.

Bildquelle: Velux

2019-01-04T14:19:47+02:00 3. April 2019|