• Fischers Haustechnik in Bremerhaven: Energieausweise – Viele Immobilieneigentümer müssen demnächst erneuern

Energieausweise: Viele Immobilieneigentümer müssen demnächst erneuern

Die ersten Energieausweise, die die energetische Qualität von Gebäuden belegen, wurden bereits 2007 ausgestellt. Und seit 2008 ist dieses Dokument verpflichtend. Thorsten Fischer, Geschäftsführer von Fischers Haustechnik in Bremerhaven, erinnert: „Weil die Gültigkeit auf zehn Jahre beschränkt wurde, steht für viele Immobilieneigentümer demnächst die Erneuerung an.“ Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten – als Energieverbrauchs- und als Energiebedarfsausweis. Letzterer ist in der Erstellung deutlich aufwändiger und damit kostspieliger. Daher ist es sinnvoll, wenn vorab die benötigte Variante festgelegt wird.

Beide Ausweisarten liefern nützliche Empfehlungen

Der Energieverbrauchsausweis berücksichtigt die Energieverbrauchswerte der vergangenen 36 Monate. Deshalb bietet es sich an, den Energieverbrauchsausweis durch den Abrechnungsdienstleister erstellen zu lassen. Denn diesem liegen in der Regel bereits die Verbrauchsdaten vor. Für einen aussagekräftigen Vergleich nimmt der Ersteller eine Witterungsbereinigung der Verbrauchswerte vor.

Für den Energiebedarfsausweis sind Gebäudedaten und anlagetechnische Daten die Grundlage. Es werden also Dämmung, Baumaterialien, Bauweise und die Heizungsanlage berücksichtigt. Auf dieser Basis wird der jährliche Energiebedarf errechnet. Dabei werden normierte Rechenwerte und standardisierte Randbedingungen zum Beispiel beim Klima und beim Nutzungsverhalten einbezogen.

Beiden Ausweisarten ist gemeinsam, dass sie Empfehlungen für Maßnahmen geben, mit denen die energetischen Eigenschaften des Gebäudes verbessert werden. Energieausweise spielen inzwischen auch bei Immobilienanzeigen eine bedeutende Rolle. Denn solche Inserate müssen wichtige energetische Kennwerte enthalten. Lediglich Privatanzeigen, etwa am Schwarzen Brett eines Supermarktes, fallen nicht darunter. Pflichtangaben sind der Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs des Gebäudes, wesentliche Energieträger der Heizung, das Baujahr des Gebäudes und die Energieeffizienzklasse, die im Energieausweis genannt wird. Ferner muss die Art des Energieausweises vermerkt sein.

Das Thema „Energieausweis“ sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, mahnt Thorsten Fischer. „Wenn kein Energieausweis vorliegt“, betont der Geschäftsführer von Fischers Haustechnik in Bremerhaven, „kann das auf ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro hinaus laufen.“

2018-02-26T12:45:11+00:00 14. März 2018|