• Alte Heizkessel müssen ausgetauscht werden

Alte Heizkessel müssen ausgetauscht werden

2019 sind vor 1989 errichtete Heizungsanlagen an der Reihe.

Hauseigentümer mit einer vor 1989 errichteten Heizungsanlage müssen den Heizkessel in vielen Fällen in diesem Jahr erneuern lassen. Darauf weist Thorsten Fischer, Geschäftsführer von Fischers Haustechnik, hin.

Allerdings müssen nicht alle der über drei Jahrzehnte alten Heizungsanlagen raus aus dem Haus. Nur Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von vier bis 400 Kilowatt fallen unter diese Pflicht, die aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes hervor geht.

Das Typenschild verrät das Alter des Kessels 

Wohngebäude mit weniger als drei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung zum Stichtag 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind ebenfalls nicht betroffen. Bei einem Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002 beträgt die Frist zur Erfüllung für den neuen Eigentümer zwei Jahre.

Fischer rät: „Wer nicht weiß, wie alt sein Kessel ist, sollte zuerst auf dem Typenschild nachschauen. Dort sind unter anderem Hersteller, Baujahr und Leistung vermerkt.“ Das Typenschild ist direkt auf dem Heizungskessel montiert. Allerdings fällt es manchmal schwer, es zu finden, weil der Kessel oft gedämmt ist.

Hinweise könnten aber auch die Protokolle des Schornsteinfegers geben, so Thorsten Fischer. Und wer noch über Unterlagen aus der Bauzeit verfüge, sollte auf Rechnungen und Datenblättern nach dem Alter der Heizung Ausschau halten. Darüber hinaus können auch die Fachleute von Fischers Haustechnik vor Ort klären, ob die Austauschpflicht zum Tragen kommt oder nicht. Das Unternehmen rät zu einem Wartungsvertrag, weil Heizungen ohnehin in regelmäßigen Abständen überprüft werden müssen.

Heizungsaustausch auch ohne Gesetzesdruck sinnvoll

Nach Überzeugung von Thorsten Fischer kann es sehr sinnvoll sein, wenn eine alte Heizung ersetzt wird, obwohl sie noch den gesetzlichen Regelungen entspricht. Ein Tausch sei spätestens nach 20 Jahren überlegenswert, meint er. Denn ein Brennwertkessel sorge in der Regel für einen deutlich effizienteren Betrieb als die damals üblichen Niedertemperaturkessel.

Der Geschäftsführer von Fischers Haustechnik wird konkreter: „Somit profitieren Hauseigentümer bei einer Erneuerung von den technischen Fortschritten, die in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurden. Allein die Brennwerttechnik ermöglicht Einsparungen von etwa fünf Prozent bei Heizöl bis zehn Prozent bei Erdgas.“ In der Summe lägen die Einsparungen meist zwischen 15 und 30 Prozent.

Die Investitionskosten für eine Neuanschaffung amortisieren sich nach den Erfahrungen Fischers unter anderem aufgrund der besseren Brennstoffausnutzung und der stromsparenden Effizienzpumpe häufig bereits nach einigen Jahren. Außerdem: Finanzielle Förderungen etwa von staatlicher Seite können die Investitionskosten beträchtlich verringern.

Mehr Informationen finden Sie unter Heizungsmodernisierung und unter Heizungswartung.

Bildquelle: www.buderus.de

2019-01-08T09:31:18+01:00 6. Juni 2019|